Page 79 - Dachsbracke 2017
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konnte „nur“ Schweiß finden. Die Hündin wurde beim Anschuss angesetzt,
und suchte in ruhiger Art und Weise durch einen dichteren, ca. 25-jährigen
Laubmischwald. Der Hundeführer meldete ständig Schweiß, den die Hündin
des Öfteren auch verwies. Je länger die Fährte dauerte, desto dichter wurde
der Unterwuchs – Brombeeren in Hülle und Fülle. Nach ca. 200 Meter nahm
Hans das Gewehr ab, damit er sich bei der Nachsuche leichter tut. Die Hün-
din musste auf Grund der immer dichter werdenden Vegetation mehrmals
auf uns warten, blieb jedoch der Fährte treu. Der Schweiß wurde nach ca.
300 Meter immer weniger. Cora führte uns durch die Laubholzverjüngung
hindurch und machte zwei Richtungsänderungen. Die Fährte ging nach ca.
500 Meter durch eine Kiefernaufforstung leicht bergauf. Wir querten eine
Forststraße, und dann ging es wieder in eine Eichennaturverjüngung. Hans
deutete an, dass Cora jetzt ein wenig unruhiger wird. Schweiß konnten wir
keinen mehr finden, was Cora ziemlich egal war. Vor uns waren nun dichte
Brombeerhecken, Cora lag sehr stark im Riemen, vor uns war vermutlich
ein Stück eingeschoben. Hans entschloss sich, Cora zu schnallen. Danach
ging alles sehr schnell, Cora suchte in die Brombeeren hinein, ein Frischling
schlich sich rechts heraus. Bevor Cora beim Frischling war, um diesen zu
stellen, konnte ich einen Fangschuss anbringen.
Die Hündin verhielt sich beim Stück einwandfrei. Sie packte den Frischling
beim Teller und nahm durch ihr Verhalten das Stück in Anspruch. Als wir
zum Frischling hinkamen, um diesen von der Dickung auf die Straße zu zie-
hen, verhielt sich Cora umgänglich und ruhig. Der Frischling hatte einen
tiefen Weichschuss, eine Darmschlinge verschloss den Ausschuss, dadurch
wurde der Schweiß auch immer weniger. Auf der Revierkarte haben wir den
ungefähren Fährtenverlauf nachgemessen. Die Länge betrug in etwa 700
Meter. Bemerkenswert zu beobachten war während der ganzen Nachsuche
das Zusammenspiel zwischen Hans und Cora und die Ruhe bei der Arbeit.
Weidmannsheil!
Laute Jagd: Siehe VPLJ im JB 2016, S. 68
Wesensfestigkeit: Cora ist eine freundliche, gutmütige, aber etwas vorsichtige Hündin. Das
Wild wird mit sehr guter Schärfe verteidigt.
Revierführigkeit: Die Hündin wird frei bei Fuß im Revier geführt. Sie zeigt sehr guten Gehor-
sam und sehr gutes Verhalten am Schuss. Sie wird angeleint am Rucksack
abgelegt.
Ergebnis: Cora erreicht mit 239 Punkten einen II.a Preis, der Hundeführer die 2. Stufe
des Jagdhundeführerabzeichens und den Silbernen Bruch auf Grund der
vorzüglichen natürlichen Schweißarbeit.
Los Nr. 5: Emmi vom Schnepfenstein, H, ÖHZB-Nr.: Dbr. 8483, WD: 13.06.2014
FW: Sehr gut
B. u. F.: Stefan Rauchbauer, Kirchenplatz 11, 7000 Eisenstadt
Z.: Ing. Thomas Rupp, 2393 Sparbach 1
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