Page 75 - Dachsbracke 2017
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im Standquartier ein gemütliches Beisammensitzen anlässlich des „Grünen Abends“ statt. Hier
konnten die Anwesenden auch ihre Erlebnisse und Erfahrungen austauschen. Sehr erfreulich
war der Besuch von zwei rumänischen Hundeführern, die als Gast die verschiedenen Prüfungs-
fächer genau beobachteten. In Rumänien soll ein eigenständiger „Klub Dachsbracke“ gegründet
werden.
Am Morgen des 29.10.2017 musste noch ein Hund zur Lauten Jagd geprüft werden. Dies konn-
te, trotz der noch immer herrschenden Wetterkapriolen, erfolgreich durchgeführt werden. Das
Prüfungsgebiet musste allerdings in der Folge von den Richtern und Hundeführern aufgrund
umstürzender Bäume fluchtartig verlassen werden. Die Formbewertung aller Hunde wurde im
Anschluss im Standquartier durchgeführt. Nach dem Mittagessen wurden die Prüfungsergeb-
nisse bekannt gegeben und die Zeugnisse verteilt.
Es konnten folgende Preise erreicht werden: Ein I. Preis, vier II. Preise und vier III. Preise. Außer-
dem erlangten zwei Hundeführer den Anspruch auf den „Silbernen Bruch“.

Los Nr. 1:	   Cilli vom Salzatal, H, ÖHZB-Nr.: Dbr. 8515, WD: 13.02.2015
	             FW: Sehr gut
	             B. u. F.: Dr. Georg Urak, Borschkegasse 7/15, 1090 Wien
	             Z.: MF Harald Heil, Oberkogelbauerweg 10A, 8632 Gusswerk

Schweißarbeit:	Cilli wird auf eine künstliche, 19 Stunden alte Übernachtfährte eines Reh-
                           kitzes angelegt. Ruhig und sicher beginnt sie mit der Arbeit. Mit tiefer Nase
                           sucht Cilli durch ein mittelaltes Baumholz, bestockt mit Fichte und Buche,
                           vereinzelt sind Naturverjüngungshorste vorzufinden. Auf Grund des Stur-
                           mes kommt Cilli einige Male von der Wundfährte leicht ab, korrigiert sich
                           rasch von selbst in vorbildlicher Manier. Sie verweist ein Stück Rehwildfähr-
                           te deutlich, dies meldet der HF dem Richtergespann. Weiter gut im Riemen
                           liegend, folgt sie exakt der Krankfährte. Die Hündin arbeitet die beiden Ha-
                           ken und Bögen perfekt aus. Bei der Querung einer Forststraße schneidet sie
                           den letzten Haken leicht ab und findet das letzte Wundbett. Das ausgelegte
                           Pirschzeichen wurde über Nacht von einem Fuchs gefressen. Geschnallt
                           sucht sie bedächtig zum ausgelegten Kitz und verhält sich dort sehr gut. Die
                           Dauer der Schweißarbeit unter widrigsten Wetterverhältnissen beträgt nur
                           25 Minuten. Das Verhalten am Stück wird mit Note 3 bewertet, da Cilli leicht
                           am Kitz rupft.

Laute Jagd:	  Siehe VPLJ im JB 2015, S. 66

Wesensfestigkeit: 	Das Stück wird mit rabiater Schärfe verteidigt. Die Hündin wirkt in manchen
                           Situationen leicht verunsichert.

Revierführigkeit:	Bei Führigkeit und Gehorsam zeigt sie sehr gute Leistungen, am Riemen
                           lässt sich Cilli sehr gut durch eine Fichtendickung führen, ohne ihren Herrn
                           zu behindern. Auf Schuss kommen kleine Schwächen zum Vorschein. An-
                           geleint am Rucksack abgelegt, beginnt Cilli nach dem Schuss für ca. drei
                           Minuten Laut zu geben, kann sich dann aber beruhigen.

Ergebnis:	Cilli erreicht mit 228 Punkten einen II.b Preis, ihr Hundeführer die 2. Stufe
                           des Jagdhundeführerabzeichens.

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