Page 78 - Dachsbracke 2017
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Laute Jagd: Der Rüde wird in einem Fichtenhochwald bei stürmischer Witterung zur Lau-
ten Jagd geschnallt. Er sucht zunächst nur in unmittelbarer Umgebung sei-
nes Herrn. Mit der Zeit wird die Suche eifriger, in einer Fichtendickung kann
Wastl nach ca. 15 Minuten einen Hasen heben. Er jagt diesen mit etwas
hellem Spurlaut, jedoch sehr ausdauernd und eifrig aus der Dickung heraus.
Zwei Leistungsrichter und zwei Revierführer bestätigen den Hasen. Wastl
bringt den Hasen zwei Mal zu den Leistungsrichtern zurück. In Summe jagt
er 52 Minuten, danach wird er vom Hundeführer auf der Fährte des Hasen
gestoppt, da die Höchstpunkte schon erreicht waren und der Sturm an In-
tensität zunahm.
Wesenfestigkeit: Das Stück wird mit sehr guter Schärfe verteidigt. In manchen Situationen ist
der Rüde jedoch unberechenbar, hat aber ein sicheres Auftreten.
Revierführigkeit: Der Hund wird frei bei Fuß geführt. Er folgt seinem Herrn durch die Dickung
einwandfrei. Das Verhalten auf den Schuss und der Gehorsam kann nur mit
der Note 3 beurteilt werden, da Wastl angeleint abgelegt wird.
Ergebnis: Wastl erreichte 205 Punkte und somit einen II.c Preis, der Hundeführer die
2. Stufe des Jagdhundeführerabzeichens.
Los Nr. 4: Cora vom Seidlhof, H, ÖHZB-Nr.: Dbr. 8561, WD: 21.09.2015
FW: Sehr gut
B. u. F.: Reisenbauer Johann, Holzerhöfen 2, 2833 Bromberg
Z.: Reisenbauer Johann, Holzerhöfen 2, 2833 Bromberg
Schweißarbeit: Am 2. Oktober 2017 fand im Revier Wassergspreng der ÖbfAG, im Bezirk
auf Mödling liegend, eine Schwarzwildtreibjagd statt. An der Jagd nahmen in
natürlicher etwa 35 Schützen und 15 Hundeführer bzw. Treiber teil. Johann Reisen-
Wundfährte bauer und ich waren als Hundeführer mit unseren Dachsbracken „Asta von
der Mühlleiten“ und „Chira vom Morthbühel“ im Einsatz. Das Wetter zeigte
sich von seiner besten Seite, es war sonnig und warm, der Boden ziemlich
trocken, was für die Hundearbeit wiederum eine Herausforderung war. Die
Jagd begann um 10.00 Uhr und endete um 14.00 Uhr. Der zuständige Re-
vierleiter Ofö. Prenner informierte mich, dass es eine Nachsuche auf einen
Frischling gibt.
Als wir beim Bergen des Wildes waren, kamen wir zu dem Schützen, der
die Nachsuche gemeldet hatte. Er erklärte uns ausführlich die Situation, die
nicht leicht nachvollziehbar war, da der Schütze auf drei Sauen geschossen
hatte. Ein Frischling kam zur Strecke, ein weiterer Frischling und ein star-
ker Keiler jedoch wurden vermutlich angeschweißt. Der Hundeführer und
ich gingen zum Auto zurück, seine Hündin „Cora vom Seidlhof“, die an der
Jagd nicht teil nahm, die Schüsse jedoch ganz genau mitbekommen hatte,
erwartete uns schon freudig. Nach Rücksprache mit dem Revierleiter be-
gannen wir mit der Schweißarbeit (um ca. 16.00 Uhr), drei Schützen waren
mit dabei und umstellten die Dickung. Cora wurde zunächst in der Nähe des
Anschusses abgelegt, der Hundeführer untersuchte diesen nochmals und
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