Page 81 - Dachsbracke 2017
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Ergebnis:	Die Hündin erreicht einen II.d Preis mit 188 Punkten, der Hundeführer die 1.
                           Stufe des Jagdhundeführerabzeichens.

Los Nr. 7:	      Eika vom Schnepfenstein, H, ÖHZB-Nr.: Dbr. 8482, WD: 13.06.2014
	                FW: Disqualifiziert (auf Grund der Schulterhöhe von 51 cm)
	                B. u. F.: Hubert Leitgeb, Schulgasse 12, 3910 Zwettl
	                Züchter: Ing. Thomas Rupp, 2393 Sparbach 1

Schweißarbeit:	  Am TÜPL Allentsteig wird in der Morgendämmerung des 21.10.2017 auf einer
auf              Wiese, die an eine größere Schilffläche grenzt, zuerst ein Kalb und dann das
natürlicher      abziehende Tier beschossen. Die Schussentfernung betrug ca. 150 m. Der
Wundfährte       Schütze sieht das Kalb noch am Rand der Wiese verendet zusammenbre-
                 chen, das Tier nimmt sichtlich krank das Schilf an. Des schlechten Treffer-
                 sitzers bewusst, unterlässt der Schütze die Kontrolle des Anschusses sowie
                 das Bergen des Kalbes. Der Schütze informiert Hundeführer Hubert Leitgeb,
                 der seine Hündin „Eika vom Schnepfenstein“ zur Schweißarbeit auf natürli-
                 cher Wundfährte gemeldet hat. Nach etwas über vier Stunden Stehzeit, bei
                 ca. 10°C und sich auflösendem Nebel, legt der Hundeführer seine Hündin in
                 der Nähe des vermeintlichen Anschusses ab. Er beginnt mit der Suche des
                 Anschusses – trotz gründlicher Suche nach Pirschzeichen kann weder der
                 Anschuss des Kalbes noch der des Tieres gefunden werden. Eika hat die Akti-
                 vitäten ihres Herrn ruhig, aber mit großem Interesse beobachtet. Nach Abspra-
                 che mit dem Leistungsrichter wird der Hund am langen Riemen zur Vorsuche
                 animiert. Eika sucht mit tiefer Nase die Wiese ab, verweist kurz eine Stelle, an
                 der jedoch für das menschliche Auge keinerlei Pirschzeichen zu finden sind
                 und sucht zielstrebig in Richtung Schilf. Nach ca. 50 m bekommt sie vom Kalb
                 Wind und geht mit hoher Nase ca. 15 m zum verendeten (im höheren Gras
                 nicht sichtbaren) Stück. Nach einem Lob wird der Hund abgelegt. Hundeführer
                 und Leistungsrichter begutachten den Schuss (Hoch-Niere) und gönnen dem
                 Hund eine kurze Beruhigungspause. Eika wird zur Weitersuche angesetzt und
                 sucht sofort, einem starken Wechsel folgend, in das Schilf. Straff im Riemen
                 liegend, geht Eika zahlreiche ebenfalls gut begangene Wechsel kreuzend im
                 Schilflabyrinth zielstrebig weiter. Nach ca. 250 m führt der Wechsel aus dem
                 Schilf zu einer kleinen Fichtengruppe am Rand der Wiese, nach weiteren 20 m
                 liegt das verendete Tier. Das Stück hatte einen Schuss durch die Keule in das
                 kleine Gescheide ohne Ausschuss. Auf der gesamten Wundfährte wurden we-
                 der vom Kalb, noch vom Tier ein Tropfen Schweiß oder andere Pirschzeichen
                 gefunden. Durch die Kürze der Wundfährte und der Stehzeit kann leider nur
                 die Note 3 gegeben werden. Diese Note gibt die große Erfahrung der Hündin
                 auf schwierigen Schweißfährten nur schlecht wieder. Der Hund zeigte einige
                 Tage vorher auf einer Nachsuche mit Richterbegleitung auf ein Tier mit Weich-
                 schuss (keinerlei Pirschzeichen) und Schwarzwild, das die Wundfähre frisch
                 kreuzte, schon eine vorzügliche Leistung. Da diese Nachsuche nur eine Länge
                 von knapp unter 300 m aufwies, konnte sie nicht als Prüfungsfährte anerkannt
                 werden. Das Verhalten beim erlegten Wild kann mit Vorzüglich beurteilt wer-
                 den. Eika beleckt den Einschuss nur kurz und legt sich neben dem Stück ab.

Laute Jagd: 	    Siehe JB 2015, S. 68

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