Page 83 - Dachsbracke 2017
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Schweißarbeit: Cyrus wird bei stürmischem Wetter auf eine künstliche Übernachtfährte ei-
nes Rehkitzes angesetzt. Er untersucht den Anschuss hastig und zieht un-
gestüm auf einer Verleitfährte davon. Der Hundeführer bemerkt den Fehler
und setzt den Hund erneut an. Daraufhin bleibt er auf der Wundfährte, bis
er auf eine Verleitung durch einen kleinen Sprung Rehwild kommt. Diesem
folgt er in etwa 60 m, bis der Rückruf durch die Leistungsrichter erfolgt.
Stark irritiert, bringt Cyrus die Fährte nur schleppend voran. Der ebenfalls
verunsicherte Hundeführer korrigiert den Hund öfters. Kurzfristig arbeitet er
konzentriert, bis weitere drei Rehe die Fährte queren. Nach einem weiteren
Rückruf arbeitet Cyrus ein Stück sauber aus, verlässt aber wiederum die
Fährte und muss erneut zurückgerufen und angesetzt werden. Das letzte
Wundbett kann Cyrus mit Mühe erreichen, dort geschnallt, sucht er 50 m auf
der Fährte, kommt danach ab, und kehrt nach 30 Minuten zum HF zurück.
Angeleint führt er zum ausgelegten Stück. Am Stück zeigt er sehr gutes Ver-
halten. Erwähnt werden müssen die ungünstigen Wetterverhältnisse, starker
Wind und Regen in der Nacht.
Laute Jagd: Siehe VPLJ im JB 2016, S. 70
Wesensfestigkeit: Der Hund zeigt ein freundliches und ausgeglichenes Wesen. Das Stück wird
energisch verteidigt.
Revierführigkeit: Der Hund liegt straff im Riemen und ist unruhig, daher kann nur die Note 1
vergeben werden. Der stark führerbezogene Hund folgt brav den Befehlen
seines Herrn. Das Verhalten am Schuss muss mit Note 2 bewertet werden.
Der Hund wird angeleint abgelegt und zeigt am Schuss Unruhe.
Ergebnis: Cyrus erreichte einen III.d Preis mit 151 Punkten, der Hundeführer erwirbt
die 2. Stufe des Jagdhundeführerabzeichens.
Los Nr. 10: Djina vom Kalkberg; VÄ H, ÖHZB-Nr.: Dbr. 8595, WD: 24.04.2015
FW: Vorzüglich
B. u. F.: Dr. Hanno Zanier, Franz Josefs Kai 27, 1010 Wien
Z.: Heinrich Muth, 35041 Marburg, Brücker Weg 4, Deutschland
Schweißarbeit: Die Vieräuglhündin Djina wird am Anschuss einer 19 Stunden alten, gut 1 km
langen, künstlichen Rehwildwundfährte angesetzt. Durch die widrigen Wet-
terverhältnisse (starker Wind, Regen und Nebel) sucht sie zuerst mit hoher
Nase. Im weiteren Fährtenverlauf korrigiert sie der Hundeführer mehrmals.
Nach einem zu weiten Abkommen auf halber Fährte, wird das Gespann von
den Richtern zurückgerufen. Am letzten Schweiß neuerlich angesetzt, arbei-
tet das Gespann mit weiteren Schwierigkeiten bis zum Wundbett. Dort wird
Djina geschnallt. Nachdem sie aber nicht zum Stück findet, kehrt sie nach
einiger Zeit wieder zum Hundeführer zurück und führt diesen am langen
Riemen zum Stück. Dort abgelegt, verhält sie sich gut.
Laute Jagd: Siehe VPLJ im JB 2016, S. 69
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