Page 17 - Journal 9 November 2019
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MENSCHEN & KUNST
in der Steinbildhauerwerkstätte auf der Tratte in
Virgen anzutreffen. Meine Bildhauer-Kollegen
und ich arbeiten dort auch am Skulpturenpark,
der mit den Werken, die alljährlich hinzukom-
men, kontinuierlich wächst. Das Arbeiten in Ge-
meinschaft bietet viele Möglichkeiten, und der
Austausch – auch mit den Künstlern, die zum
SkulpTour-Festival kommen – ist äußerst be-
fruchtend.“
Gesellschaftskritisch zeigt sich Harald nicht
nur mit dem eingangs erwähnten Werk. Auf
den respektlosen Umgang mit der Natur weist
er mit „Elfenbein“ – einer Arbeit aus Terracot-
ta – hin. „Natürlich will man den Kunden mit
einem Werk eine Freude bereiten. Mir ist es aber
auch sehr wichtig, dass sich jemand mit der Ar-
beit und dem Thema verbunden fühlt.“ Bereits
während der Schulzeit nahm der Virger an ver-
schiedenen Symposien im In- und Ausland teil.
Vor Kurzem wurde eine Ausstellung im Kultur-
zentrum der Republik Aserbaidschan in Wien
eröffnet, im Rahmen derer neben Othmar Trost
und Peter Paul Bundschuh auch Harald Weis-
kopf seine Werke präsentiert.
„Derzeit arbeite ich bevorzugt mit Stein“, infor-
miert der 22-Jährige. „Stein ist ein sehr edles
Material – hart und trotzdem formbar. Das fas-
ziniert mich. Ich schaffe mit einer Steinskulptur
etwas, das von Dauer ist und freue mich, wenn
ich durch mein Schaffen einen kleinen Fußab-
druck in der großen Spur des Menschen hinter-
lassen kann“, meint er abschließend und bringt
damit auch zum Ausdruck, dass er mit der Bild-
hauerei schon in jungen Jahren seine Erfüllung
gefunden hat.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Martin Lugger
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