Page 31 - Journal 9 November 2019
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KÖRPER & GESUNDHEIT
Sprechen, Niesen oder Husten, seltener beim erInnen von Alters- und Pflegeheimen, medizi-
Händeschütteln, sowie über Türgriffe oder Hal- nisches Personal in Krankenhäusern und Pfle-
tegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln übertra- geheimen sowie Personen in Einrichtungen mit
gen. Die typischen Symptome der Erkrankung hohem Publikumsverkehr oder größeren Men-
sind hohes Fieber, Muskel-, Gelenks- und häufig schenansammlungen gehören zu jenen, denen
Kopfschmerzen. Au- eine Impfung unbe-
ßerdem treten Appe- „Schütze dich und deine Familie!“ dingt empfohlen wird.
titlosigkeit und eine Prinzipiell sollte man daran denken, Grippe-Impfungen sind
oft schwere Bronchi- dass auch Menschen, die nicht zu den auch in der Schwanger-
tis mit Husten auf. schaft möglich.
Bei Kindern und Risikogruppen gehören, sich impfen
betagten Menschen lassen sollten – vor allem dann, wenn Mittlerweile hat auch
ist die Symptomatik Personen, die Risikopatienten sind, die große europäische
oft nicht so eindeu- Herzgesellschaft die
tig ausgeprägt. Im mit ihnen zusammenleben. Grippeimpfung als
Unterschied zu den wichtige Prophylaxe
grippalen Infekten ist der Patient jedoch wirk- für Herzpatienten gefordert, da festgestellt wer-
lich krank und benötigt Bettruhe. Antibiotika den konnte, dass Grippe geimpfte Herzpatienten
helfen gegen Viren nicht, obwohl sie in diesen deutlich seltener an den Folgen der Viruserkran-
Situationen häufig verabreicht werden, was nur kung sterben. Der ideale Impfzeitpunkt liegt
zu Nebenwirkungen wie Durchfall und einer zwischen Oktober und November. Berücksichti-
verstärkten Resistenzentwicklung führt. Die gen sollte man, dass es etwa 14 Tage dauert, bis
Diagnose kann durch Nasen-Rachen-Abstriche der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Auch
gestellt werden. Das bekannte Virusmittel Ta- nach Beginn der Influenzawelle ist es noch im-
miflu verkürzt die Symptomatik
um zwei Tage, muss allerdings
innerhalb von zwei Tagen verab-
reicht werden.
Der einzig effektive Schutz erfolgt Foto: © Osttirol Journal
durch die Impfung! Mittlerweile
wurden Impfstoffe entwickelt, die Univ.-Prof. Dr. Peter Lechleitner: „Grippeimpfung hat nicht nur etwas mit Selbstschutz zu tun,
sehr gut verträglich und gegen alle sondern auch mit Verantwortung gegenüber Menschen, die auf Grund ihrer angeschlagenen
vier Virentypen gerichtet sind. Nur Gesundheit gefährdet sind und die durch uns angesteckt werden könnten.“
selten treten nach einer Impfung
Fieber, Übelkeit, Müdigkeit sowie
Schwellungen und Rötungen an
der Injektionsstelle auf. Da die
Viren oft rasch ihre „Mäntelchen“
wechseln, ist es nicht immer si-
cher, dass eine Grippeimpfung
auch zu 100 Prozent schützt. Al-
lerdings ist es meist so, dass mit
einer Impfung zumindest ein deut-
lich abgeschwächter Verlauf der
Erkrankung erzielt werden kann.
Die gelegentlich gehörte Aussage
„Seit ich Grippe geimpft bin, habe
ich mehr Infekte“ konnte wissen-
schaftlich nie belegt werden und
ist wohl dem Zufall und unserem
Kausalitätsdenken geschuldet.
Wer sollte sich impfen lassen? mer sinnvoll, sich impfen zu lassen. Für ältere
Menschen mit naturgemäß schon etwas redu-
Personen mit chronischen Erkrankungen an zierter Abwehrkraft wurden übrigens spezielle
Herz, Lunge und Stoffwechsel (Diabetes) oder Impfstoffe, sogenannte attenuierte Impfstoffe
anderen chronischen Organerkrankungen, mit verstärkter Immunantwort, entwickelt.
Menschen, die Medikamente zur Abwehrunter-
drückung nehmen müssen, Menschen über 60 Kontakt (Ordination): 04852/64070-415
Jahre, Schwangere ab der 14. Woche, Bewohn- www.symbiomed.at
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