Page 35 - Dachsbracke 2017
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Foto: Reinhard Wille

      500. GP Verein Dachsbracke: Reinhard Wille und Herbert Geisler mit Manfred Hrdina,
      dem ehemaligen Landesobmann von Sachsen

                      Schweißprüfung des Slowakischen Dachsbracken-Vereins
                                   in Liptovsky Hradok/Tatra am 21.10.2017

Nach dem Ausfall eines Klubkameraden sprang ich mit meiner im ersten Behang befindlichen
Hündin „Djina vom Kalkberg“ als Generalprobe für unsere anstehende Gebrauchsprüfung ein.
Hilfe beim Ausdeutschen der Bedingungen, bei der Quartierbuchung und vor Ort leistete Ing.
Petra Vlckova, selbst DBR-Züchterin und Hundeführerin im slowakischen Klub.
Die Ausschreibung nach CACIT-Reglement lautete auf Hunde ab 12 Monaten (Rotwildfährte
ohne Schweiß getreten, Länge von 500 m, Schnallen nach 350 m mit einem Stück am Ende, vor-
herige Meldung der Hunde als Verweiser oder Verbeller; im Anschluss Ablegen und Führigkeit).
Nach fünfstündiger Hinfahrt von Wien ohne jegliche Grenzkontrolle, aber bei Stau und vom Navi
auf eine Passstrecke verleitet, erreichte ich die gebuchte Pension mit dazugehörigem Restau-
rantbetrieb.
Nach einer erholsamen Nacht und ausführlichem Auslauf für Djina wurde ich vereinbarungs-
gemäß abgeholt und zum Sammelplatz gebracht. Die Niedere Tatra ist in etwa mit unseren
steirischen Waldbergen zu vergleichen. Deshalb hat Harald Heil wahrscheinlich so auf eine ös-
terreichische Teilnahme gedrängt. Vor einer Jagdhütte wurden sechs, auf Birkenrundlingen num-
merierte Fährten verlost.
Die Richter und der Revierleiter begrüßten Teilnehmer und Gäste mit Parforcehörnern, eine Ein-
weisung mit deutscher Übersetzung folgte, und los ging es. Da ich mit der letzten Nummer
warten musste, betätigte ich mich kurzerhand unter der strengen Überprüfung des Jagdleiters
als Erdäpfelschäler. Daneben köchelten schon Fleisch und Zwiebel in der Gulaschkanone. Mit
wenigen Wortfetzen Deutsch und Englisch kamen kurze Konversationen zustande.
Auf Abruf wurden wir zu unserer Fährte geführt, ich gab „Verweiser“ bekannt und begann mit der
Arbeit. Genau über den Anschuss war in der Nacht Rotwild gezogen, das sich natürlich auch ge-
löst hatte. Djina fiel die Wundfährte trotzdem rasch an und arbeitete wie immer in einem Tempo,
dem ich kaum folgen konnte. Nach 50 Metern rächte sich das, sie wechselte auf eine Verleitfähr-

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